Biberlandschaft
Die beiden Module wurden von uns auf Bitte der Biber AG des NABU Hameln – Hessisch Oldendorf – Aerzen e.V.“ erstellt. Sie sollen auf Ausstellungen eingesetzt werden und zeigen, wie sich eine Bachlandschaft des Weserberglands unter dem Einfluss des Bibers verändert.
Die Module haben eine Größe von 90 cm mal 50 cm. Der Modellmaßstab ist 1/87. Insgesamt wurden fast 300 Arbeitsstunden in den Bau der beiden Modelle investiert.
Die ersten Arbeiten
Modul "Noch ohne Biber"
Das Modul zeigt eine Bachlandschaft, die typisch für Bäche ist, die aus dem Süntel kommend Richtung Weser fließen. Es handelt sich in der Regel um ausgebaute und begradigte Gewässer, die dem primären Zweck dienen, die Niederschläge aus der Landschaft abzuführen, die landwirtschaftliche Nutzung der angrenzenden Flächen zu ermöglichen und Hochwasserproblematiken möglichst nicht entstehen zu lassen. Das Modul zeigt, wie sich zwei kleinere Bäche in einer flachen Niederung zu einem größeren Bach vereinigen, um dann das Wasser zur Weser hin abzuführen. Die Flächen, die sich rechts und links des Gewässers befinden, werden zum Anbau von Mais usw. genutzt. Die V-förmige Fläche, die durch die beiden sich vereinenden Bäche gebildet wird, wird als Weide genutzt. An den Ufern befindet sich ein einreihiger lückiger Baumbestand, der von Weiden dominiert wird.
Biber haben den Bach noch nicht entdeckt
Modul "Mit Bibern"
Das Modul zeigt die Bachlandschaft, nachdem sich Biber angesiedelt haben. An der Stelle des Zusammenflusses ist ein größerer Damm entstanden. Es hat sich am rechten Ufer ein Umflutgerinne gebildet, über das das Wasser nach unten abgegeben wird. Die am Ufer stehenden Gehölze sind zT von den Biber gefällt oder als Nahrung bzw als Bauholz genutzt worden. Ein größerer Baum, der von den Bibern nicht gefällt wurde, ist abgestorben und steht als Totholz im Biberteich. Der Rückstau der Biberteiche führte insbesondere auf der Grünlandfläche zu Vernässung. Der landwirtschaftliche Betrieb nutzte die Chance und beweidet die nassen und feuchten Flächen extensiv mit Robustrindern. Dem aufmerksamen Beobachter fällt auf, dass der Biberteich sich zu einen Hotspot der Artenvielfalt entwickelt hat. Zu entdecken sind Weißstörche, Fischadler, Ringelnattern und andere Tiere. Aber auch die Pflanzenwelt zeigt deutliche Veränderungen.